Sunday, June 6, 2010

EURIPIDES HELENA HANDKE TRANSLATION BURGTHEATER BONDY





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2] http://handke-drama.blogspot.com/2010/05/handke-zur-burgtheater-absage.html/
3] http://handke-drama.blogspot.com/2010/05/stormy-stormy-stillda-ich-vielleicht.html/
4] http://handke-drama.blogspot.com/2010/05/storm-still-is-making-advance-waves-in.html/

5]
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http://handke-drama.blogspot.com/2010/03/spuren-der-verirrten-premiere-at.html/


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http://handke-drama.blogspot.com/2010/03/handke-comedie-francaise-yugo-slavia.html/
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9] http://handke-drama.blogspot.com/2010/03/some-comments-on-fritz-wefelmeyers-take.html/

10]
http://handke-drama.blogspot.com/2010/02/storm-still.html/


11]
http://handke-drama.blogspot.com/2009/12/long-comment-on-handkes-voyage-by_29.html/
12] http://handke-drama.blogspot.com/2009/12/spuren-der-verirrten-traces-of-lost.html/





http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/kultur/2371399/handkes-helena-zwischen-gatten-goettern.story;jsessionid=8DA23FFA785E4E498A813677A40B1A18.p2

http://www.burgtheater.at/Content.Node2/home/spielplan/event_detailansicht.at.php?eventid=1136598&activateTab=detail_cast#content



Tragisch, sehr tragisch! Komisch, sehr komisch! Das sind die wechselnden Grundstimmungen der "Helena"-Inszenierung von Festwochen-Intendant Luc Bondy, die am Mittwochabend im Wiener Burgtheater Premiere hatte. Peter Handke hatte das fast vergessene Euripides-Drama, das den alten Mythos der "ägyptischen Helena" als Mischung aus Götterspaß und Ehedrama erzählt, neu übersetzt.
Nach zwei Stunden und zwanzig Minuten, in denen es viel Text, aber kaum Handlung gab, war man sich nicht sicher, ob sich diese Wiederentdeckung tatsächlich gelohnt hat. Wirklich beeindruckend fiel einzig Karl-Ernst Herrmanns souveräner Bühnenbild-Wurf aus.
Herrmann lässt einen schier endlosen Leuchtstab das gesamte Theater durchqueren. Von der Decke des Zuschauerraums führt er bis zum hintersten Bühnenboden, Symbol der Verbindung zwischen Götter- und Menschenwelt, die im Stück wiederholt angesprochen wird. Der mit einem Griechen-Schiff an Ägyptens Küste an Land gespülte Menelaos (Ernst Stötzner) muss erkennen, dass der ganze Kampf um Troja um ein Trugbild der Helena geführt wurde. Die echte Gattin (Birgit Minichmayr) weinte sich unterdessen in Ägypten die Augen aus dem Kopf und verstand die Welt nicht mehr. Ähnlich geht es nun Menelaos, der sich gefoppt fühlen muss, und erfährt, dass jene, die er aus Troja geraubt zu haben glaubt, sich soeben in Luft aufgelöst hat.
Was sich in diesem Ambiente abspielt, hält mit der starken Bilder-Setzung leider nicht mit. Handkes Übersetzung hat gewiss ihre Reize und auch manche schöne Formulierung. Die hohe, hehre Sprache, die gelegentlich von heutig klingenden Formulierungen durchbrochen wird, hat eine Gestelztheit, die es nicht leicht macht, wirklich mit den von Götterlaunen Gebeutelten mitzufiebern - zumal viel geredet wird und wenig geschieht.
Johann Adam Oest muss den ägyptischen König Theoklymenos, der bereits fix mit der Ehelichung Helenens rechnen durfte, als einfältigen Tor anlegen. Oest versucht ebenso wie Minichmayr und Stötzner, aber auch Andrea Clausen, Libgart Schwarz, Branko Samarovski, Markus Hering oder Dietmar König in diversen Nebenrollen, nach Kräften das Beste daraus zu machen. Eine wirkliche Einheit entsteht daraus nicht. In den ausgiebigen Premieren-Schlussapplaus um das Ensemble mischten sich gestern bei Bondy auch ein paar Buhs.
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Die Winde warfen sie von Küste zu Küste, bis das Schiff schließlich vor der ägyptischen Insel Pharos zerschellte und Menelaos, Helena und einen Rest der Mannschaft an Land spülte. Er versteckte alle in einer Höhle und machte sich auf die Suche nach Hilfe.
Da trifft er auf eine Frau, die aussieht wie Helena und auch behauptet, es zu sein. Nur ein Abbild von ihr sei von den Göttern nach Troja geschickt worden. Sie sei schuldlos am Krieg. Menelaos kann und will es nicht glauben: er und seine Mitstreiter sollen zehn Jahre um ein Schemen gekämpft haben!? Und doch ähnelt die Fremde seiner Frau bis aufs Haar, Menelaos gerät in höchste Verwirrung, bis ein Matrose ihm berichtet, die Helena in der Höhle habe sich in Luft aufgelöst. Das Ehepaar fällt sich in die Arme und sieht sich vor einem neuen Problem: Der Herrscher der Insel ist leidenschaftlich für Helena entbrannt. Wieder droht ihre Schönheit ihr zum Verhängnis zu werden. Da entwirft sie einen Plan, der sie doch nicht ganz so schuldlos erscheinen lässt, wie sie gern gesehen werden möchte...







Voraufführung
An den Haaren hat Menelaos nach der zehnjährigen Schlacht um Troja seine ungetreue Ehefrau Helena aus der zerstörten Festung auf sein Schiff geschleift. War sie doch der Grund für den Tod zahlloser Helden auf beiden Seiten. Aber auch die Heimfahrt brachte neues Elend

Die Winde warfen sie von Küste zu Küste, bis das Schiff schließlich vor der ägyptischen Insel Pharos zerschellte und Menelaos, Helena und einen Rest der Mannschaft an Land spülte. Er versteckte alle in einer Höhle und machte sich auf die Suche nach Hilfe.
Da trifft er auf eine Frau, die aussieht wie Helena und auch behauptet, es zu sein. Nur ein Abbild von ihr sei von den Göttern nach Troja geschickt worden. Sie sei schuldlos am Krieg. Menelaos kann und will es nicht glauben: er und seine Mitstreiter sollen zehn Jahre um ein Schemen gekämpft haben!? Und doch ähnelt die Fremde seiner Frau bis aufs Haar, Menelaos gerät in höchste Verwirrung, bis ein Matrose ihm berichtet, die Helena in der Höhle habe sich in Luft aufgelöst. Das Ehepaar fällt sich in die Arme und sieht sich vor einem neuen Problem: Der Herrscher der Insel ist leidenschaftlich für Helena entbrannt. Wieder droht ihre Schönheit ihr zum Verhängnis zu werden. Da entwirft sie einen Plan, der sie doch nicht ganz so schuldlos erscheinen lässt, wie sie gern gesehen werden möchte...


Trugbild. Der modern anmutende Gedanke, dass der Trojanische Krieg um ein Trugbild geführt wurde, könnte allerdings auch für Euripides nicht ganz neu gewesen sein. In Legenden wurde schon erwähnt, Paris sei mit einem Phantom getäuscht worden, Helena daher von der Schuld des Ehebruchs befreit. Euripides, immer an Neudeutungen des Mythos interessiert, dürfte das aufgegriffen haben. „Er hat ja auch aus Legenden geschöpft, als Version gab’s die Geschichte schon“, meint Handke. „Aber Euripides hat sie sicher zum ersten Mal als Drama ins Zentrum der Welt, das damals Athen war, gestellt. Wie bei allen großen Geschichten gibt’s dann immer Zweifelhaftes. Wie man bei Marilyn Monroe fragt, ob sie wirklich Selbstmord begangen hat oder womöglich umgebracht wurde. Bei Gestalten wie Helena oder Marilyn gibt’s dann eben Apokryphen.“
Zu einem schmerzlichen Fall, vor allem für die beiden Protagonisten Peter Handke und Claus Peymann, ist eine Auseinandersetzung über Handkes neues Stück Immer noch Sturm geworden. Die Familiengeschichte, ein „historisches Traumspiel über den Kärntner Widerstand“, wie sie der Dichter einmal charakterisierte, hätte im Februar 2011 in Peymanns Inszenierung mit Gert Voss in der Hauptrolle im Burgtheater uraufgeführt werden sollen. Als Kooperation mit dem Berliner Ensemble. Nun kam Anfang Mai die lapidare Meldung aus dem Berliner Ensemble, dass die „jahrzehntelange, bis jetzt elf Uraufführungen umfassende Zusammenarbeit des Regisseurs mit dem Schriftsteller“ für dieses Stück „unterbrochen“ werde. Ausschlaggebend für „die bedauerliche Entscheidung“ seien „unterschiedliche Erwartungen an die Ästhetik der Inszenierung, aber auch dispositionelle Fragen der Realisierung“ gewesen.
Voreiligkeit. „Peymann hat es sehr diplomatisch ausgedrückt, aber nicht unwahr, dass es ästhetische Gründe waren, die uns getrennt haben“, erklärt Handke, der gleichzeitig auch eine „große Traurigkeit“ betont. „Im Grund stimmt’s allerdings doch wieder nicht, das Ästhetische. Es war mir viel zu schnell sozusagen ‚gemacht‘. Ich hab’ noch an dem Stückgearbeitet, da gab’s schon eine gewisse Voreiligkeit, dass man bestimmt, wer das macht und wie das gemacht wird. Es war eigentlich fast nie die Rede von dem, worum’s da in diesem Stück geht, sondern nur von Taktik und Strategie und wie macht man das und wo. Das ist natürlich nicht allein Claus Peymanns Problem, sondern das Theater funktioniert heute so. Über das Eigentliche, das Stück, über die Art der Geschichte und wie sie erzählt werden soll, wird überhaupt nicht gesprochen.“

Thursday, June 3, 2010

RIDE ACROSS LAKE CONSTANCE

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During my 1957 Junior Year semester in Berlin I attended theater each and every night and saw all the performances at the Ensemble, but never experienced a catharsis of any kind, Aristotelean or non.(It was a threesome of Fred James, Ralph Langbacka who became a famous Finnish director and I).
 However, each performance, done in the Brechtian style, no matter whether of a Brecht play or, say, Synge, even Johannes R. Becher’s STALINSCHLACHT, was exquisitely aesthetic, beautiful to the point of being painful!
   About ten years later I became the translator of all of Peter Handke’s early plays up until the early 80s WALK ABOUT THE VILLAGES, and directed the earliest performances of them in New York, and worked with some excellent people on these texts, Herbert Berghof at his HB Studio and E.G. Marshall, and Peter Brook, and thus knew how all these plays worked, what effect they had on an audience: these plays were all what might best be termed happenings, formalized, musically formed, experience pieces, but for RIDE ACROSS LAKE CONSTANCE. I had translated it but hadn’t the faintest what its effect might be, or even what it was, the piece has no story of any kind, though it made you seek to find one in the arc of its events – a lack of story that the premiere audience, used to securely strap hang on to a story, found most upsetting; it’s highpoint is when the actors celebrate “that the drawer is stuck. Let it be stuck.” (Handke’s way of singing the Beatle’s LET IT BLEED)
 In the early 70s there was its premiere at the Vivian Beaumont at Lincoln Center under direction of Carl Weber, Jules Irving head of theater. I briefly had a full time – and I mean full time with Suhrkamp’s output - job as agent for Handke’s publisher Suhrkamp Verlag & weekends was out of town, so did not attend a single rehearsal, and thus was virgin at the premiere. With what is occurring on stage – actors pretending to be famous film actors from the thirties, waking up from dreams, constantly quibbling over verbal distinctions, sinister matters such as a pair of twins grabbing at genitals -  superficially LAKE CONSTANCE might remind you of an absurdist Ionesco piece. Subsequent to the performance I felt absolutely marvelous. I don’t recall what my bright and beautiful date felt or said, but Max Frisch, the Suhrkamp author whom and his wife Marianne I had taken along, and who had pronounced Handke’s KASPAR the play of his (fatherless) generation was extremely angry and upset, and I regret that I failed to inquire why (perhaps there is a diary entre?).

Subsequently I attended it might be just ten minute of just about every performance, like an addict to get jut a brief “hit” of what was more than the ordinary magic of theatricality of the opium of LAKE CONSTANCE. The experience was filed away as unique.      About ten years later I did a psychoanalysis. Occasionally there would be a session subsequent to which during my five mile walk downtown in Manhattan and for the rest of the day I felt equally marvelous as I had ten years prior after the performance of LAKE CONSTANCE. In both instances the processing, the cleansing of unpleasant matters, had been subliminal, the sum of the experience, the relief, and you could only point to the sum. (No doubt a neurologist could point out the activity in a brain.)
What the two experiences had in common was something that Richard Gilman, author of THE MAKNIG OF MODERN THEATER, and first serious American theater person to write about Handke’s stage pieces, felt had something to do with Wittgenstein’s PHILOSOPHICAL INVESTIGATIONS, the constant distinctions being made, the reiteration of them. However, Dick, who became a good friend over Handke, had not EXPERIENCED the piece! To be subjected to a subtle onslaught of distinctions of that kind, in the most playful of manners, BREAKS DOWN the logicalness of the world – it DOES NOT say anything about the world, whether it is logical or not, but your defenses disappear, and when your defenses disappear you are no longer in a state of fear. Sublime. That is how Handke achieves CATHARSIS in LAKE CONSTANCE & in HOUR WE KNEW NOTHING OF EACH OTHER, where the the SUCCESSSION of one magical image after the other breaks down the customary defenses and which Steve Pearson directed at the UW drama school in the later 90s.

http://handke-drama.blogspot.com/2012/01/how-handkes-ride-across-lake-constance.html

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